„Kaum jemand sonst kann eine so lückenlose Reihe großer Spätburgunder aufstellen, die längst schon seinen exzellenten Vorbildern aus der Bourgogne Paroli bieten können“ – Gault&Millau
4,5 Sterne
– Eichelmann Deutschlands Weine 2026
5 Sterne
– Falstaff Weinguide Deutschland 2026
5 F
– Der Feinschmecker („Die 500 besten Weingüter in Deutschland 2025“)
4 Sterne
– Vinum Weinguide Deutschland 2026
5 Sterne
– wein.plus
VDP-Mitglied seit 2000
| Winzer*in |
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Friedrich Wilhelm Becker
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| Region |
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Pfalz
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| Rebfläche |
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28 Hektar
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| Rebsorten |
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Burgunder, Riesling
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| Mitgliedschaft/Verbände |
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VDP, Fünf Winzer - Fünf Freunde
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| Beste Lagen |
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Kammerberg, St. Paul, Heydenreich
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| Zusammenarbeit |
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seit 2003
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| Historie |
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1973 erste Abfüllung in Flaschen.
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„Das Gedenken an den im Februar 2025 verstorbenen Friedrich Becker wird in seinen stets auf Reifevermögen angelegten Weinen noch lange weiterleben. Da sein Sohn Friedrich Wilhelm Becker schon seit einigen Jahren den Betrieb leitet, sind in Sachen Stilistik keine unliebsamen Veränderungen zu erwarten: Auch den neuen Weinen ist die bekannte durchdringende Kalk-Mineralität zu eigen, Gerbstoff und Holzeinsatz sitzen wie ein Maßanzug an Weinen voller Würze.“ – Falstaff Weinguide Deutschland 2026
; &„Und da ist sie wieder, die Phalanx grandioser Pinot noirs – vom Steinwingert, Sankt Paul … und Kammerberg (auf dem Etikett nur steht nur KB, der Amtsschimmel will es so!) über Heydenreich bis hin zu La Belle Vue und der Hommage: große Spätburgunder, Weltklasseweine sui generis ohne die die deutsche Weinlandschaft gefühlt nur halb so schön wäre.&ldquondash; Der Feinschmecker („Die 500 besten Weingüter in Deutschland 2025“)
Positive Sturheit: „War bei Fritz Becker sen schon so und ist bei Fritz Becker jun nicht anders Der Erfolg gibt ihnen ja eh recht“ – Vinum Weinguide Deutschland 2021
„Kaum jemand sonst kann eine so lückenlose Reihe großer Spätburgunder aufstellen, die längst schon seinen exzellenten Vorbildern aus der Bourgogne Paroli bieten können“ – Gault&Millau
Das Erbe des Pioniers lebt weiter
„Grenzgänger“, „Rebell“, „Leuchtturm der Pfälzer Weinkultur“, wahlweise „mit viel Pioniergeist“ und „Burgunder-Pionier“, ganz sicher aber „Spätburgunder-Ikone“: Friedrich „Fritz“ Becker, „einer der wichtigsten Winzer Deutschlands“ (Weinkenner), ist im Februar 2025 verstorben. Seine Bedeutung für den deutschen Spätburgunder und die gesamte Weinregion lässt sich kaum überschätzen. Zwar hatte er schon vor Jahren seinem Sohn Friedrich Wilhelm die Verantwortung für das Weingut übertragen, doch blieb seine Handschrift stets präsent. Umso tröstlicher für uns, dass der „junge Fritz“ das Weingut längst souverän auf demselben sensationell hohen Niveau führt. Falstaff betont im Weinguide 2026 ausdrücklich, dass in Sachen Stilistik keine Brüche zu erwarten seien: Kalkmineralität, Gerbstoffstruktur und präziser Holzeinsatz bleiben unverkennbare Konstanten des Hauses.
Denn nachdem seit Jahr und Tag aus dem beschaulichen Schweigen in der Pfalz fulminante, ja allergrößte Spätburgunder kommen, schickt sich Friedrich Wilhelm Becker längst auch mit seinen Chardonnays an, die Weinwelt zu erobern!
Wir freuen uns sehr, Ihnen nun einen Teil der aktuellen Kollektion vorzustellen, wobei sich „aktuell“ bei den Großen Gewächsen einmal mehr relativ versteht: Beim traditionellen Hoffest 2026 feiert der Jahrgang 2022 seine Premiere. Was könnte das Qualitätsverständnis dieses Betriebs eindrucksvoller bezeugen?
Wir gestehen, dass es ansonsten kaum Neues zu berichten gibt. Nach wie vor gilt: Die Becker’schen Weine zählen zu den besten Deutschlands, ihrem geschätzten Stil bleiben sie absolut treu. Das Verdikt des Gault&Millau-Weinguides zur 2016er-Kollektion lässt sich ohne Abstriche auch auf die heutigen Weine übertragen: „Die Großen Gewächse vom Pinot Noir folgen Lage für Lage einer betriebseigenen klaren, ausdrucksstarken Dramaturgie und gehören allesamt zu den unverwechselbarsten wie auch eigenständigsten Weinpersönlichkeiten innerhalb der deutschen Anbaugebiete.“ Traumstoff eben!
Oder, wie man im Falstaff-Guide bereits über diese Weine lesen konnte: „Sehr wahrscheinlich geht hier in 20 oder 25 Jahren richtig die Post ab.“ In diesem Zusammenhang sei auch auf eine Passage aus dem Vinum-Weinguide hingewiesen: Friedrich Wilhelm Becker hat es geschafft, trotz des großen Erbes eigene Akzente zu setzen. Dazu zählt insbesondere die teilweise Vergärung ganzer Trauben mitsamt Rappen, deren Anteil von Jahrgang zu Jahrgang variiert. Fritz junior ist überzeugt, dass dies Reifeprozess und Lagerfähigkeit der Weine positiv beeinflusst. Wie schön, dass die deutsche Weinkritik diesen Zeithorizont bei den Becker-Weinen inzwischen ganz selbstverständlich miteinbezieht!
Burgunderkunst ohne Kompromisse
Nicht unerwähnt möchten wir auch einen unserer persönlichen Lieblingsweine und Lieblings-Grauburgunder lassen. Der „Kalkmergel“ ist ein herrlich würziger, präziser, dicht gewobener Grauburgunder voller Kraft und Spannung, den wir in der Vergangenheit mehr als einmal zu unserem „Grauburgunder des Jahres“ gekürt haben. Und dann ist da der wirklich hinreißende Weiße Burgunder „Kalkgestein“, ein kraftvoller, druckvoller und zugleich ungemein eleganter Weißburgunder, salzig, strukturiert, präzise, der beweist, dass die Beckers aus jeder Pinot-Sorte Geniales zaubern können!
Und wer die Wartezeit auf die großen Chardonnays des Hauses überbrücken will, findet auch darunter längst Weine von enormer Klasse. Dass Friedrich Wilhelm Becker nicht nur beim Spätburgunder Maßstäbe setzt, unterstreicht aktuell beispielsweise Falstaff mit 96 Punkten für den Chardonnay „Mineral“ 2022
Das Weingut Friedrich Becker zählt zur absoluten Spitze deutscher Burgunderkunst! Kein Wunder: Ein großartiges Terroir, steile Hanglagen und sanfte Hügel, traumhafte Reben aus bestem, teilweise uraltem genetischen Material und eine vorbildliche Weinbergarbeit tatkräftiger Menschen gehen bei unserem Kleinod aus der Südpfalz eine unübertreffliche Synthese ein! „Unseren größten Reichtum behandeln wir nicht selten wie Dreck. Das Erd-Reich“. Friedrich Becker nahm da kein Blatt vor den Mund: „Der herbe Duft des Bodens zwischen Tau und Tag, beim ersten Gang durch den Weinberg, sagt der Nase des Winzers alles über den Zustand seines Weinbergs.“ Und damit über seinen wertvollsten Besitz. Dieses ihm anvertraute Erd-Reich in seinem natürlichen Gleichgewicht lebendig und vital zu erhalten, gebietet der Respekt vor der Natur. Aber auch das ureigene Interesse. Denn nur auf dieser Grundlage wächst Qualität. Hier im Grenzland zwischen Vogesen und Pfälzerwald, wo das Elsass die Pfalz berührt, sind die Böden mit besonderem geologischem Reichtum gesegnet. Neben Buntsandstein besitzt die Region jene Melange aus Kalk, Mergel und Ton, wie sie auch das Burgund auszeichnet. Nicht zufällig also hat Vater Becker hier vor über 40 Jahren Pinot Noir gepflanzt. Und aus einer vagen Hoffnung und einer großen Vision ist süße Realität geworden: Friedrich Becker avancierte, Schritt für Schritt, zu einem der besten Spätburgunderwinzer Deutschlands. Auch für den „jungen Fritz“ gilt: „Der beste Dünger eines Weinbergs sind die täglichen Fußstapfen seines Winzers. Im Keller dürfen wir nur mehr keine handwerklichen Fehler machen, arbeiten nur mit Schwerkraft, ohne Pumpen, und so schonend wie irgend möglich, um nur die feinsten Tannine aus der Traubenhaut zu extrahieren. Doch unsere mineralischen Weine werden nie besser sein als das Lesegut, das zum Hoftor hereinkommt“, lautete seinerzeit das immer noch gültige Urteil von Vater und Sohn. Keine weiteren Fragen, euer Ehren!
Große Lagen, große Pinots: Schweigen auf Weltklasse-Niveau
Der Schweigener Betrieb verfügt über geniale Terroirs. Mit den Großen Gewächsen aus den drei Lagen Kammerberg, St. Paul und Heydenreich, die im Grenzgebiet Pfalz/Elsass überwiegend auf französischer Seite liegen, gelingt ihnen ein Trio exzellenter Pinot Noirs. Der Kammerberg, mit ältesten Reben gepflanzt im Jahrgang 1967, ist dabei immer der maskulinere, in der Jugend kräftigere Pinot Noir, wohingegen die Lage Sankt Paul durch ein charmantes Bouquet und viel Feinheit im jugendlichen Stadium geprägt ist. Die direkt darüber liegende Lage, die wie ein Hochplateau über dem steilen Sankt Paul thront, stellt die bisherige Krönung der Pinot Noirs dar. Die Reben müssen sich hier regelrecht durch den harten Kalk bohren, der schon nach wenigen Zentimetern auftritt. Das stresst die Pinot-Noir-Rebe, weshalb sie sich zu Höchstleistungen anstrengen muss, um an Wasser und Nährstoffe zu gelangen.
Seitdem Friedrich Wilhelm Becker den Großteil der Vinifikation übernommen hat, wirken die Weine des rund 28 Hektar umfassenden Betriebs auf uns als seien sie dem französischen Vorbild Burgund nochmals etwas näher gerückt. Dabei zeichnet die Rotweine des Hauses eine für Deutschland ungewöhnliche Struktur aus. Die Pinot Noirs haben hier, ähnlich wie im Burgund Weine der Appellationen Gevrey-Chambertin und Vosne-Romanée, eine markante Gerbstoffstruktur, die als Reifungsgerüst dient. Auch die Frucht fällt im Hause Becker stets etwas dunkler aus, ohne dabei Aromen aus dem Holz zu ziehen. Fritz Becker hatte sich über die Jahre viele Techniken angeeignet, um Pinot Noir nach seinen Idealvorstellungen zu vinifizieren. Er setzt auf eine frühe Entblätterung der Trauben, sodass die jungen Beeren mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr eine dicke Haut bekommen. „Wie Menschen, die im Frühsommer erst mal eine gewisse Grundbräune bekommen müssen, um dann für die folgenden Hitzeperioden geschützt zu sein, muss auch die Traube möglichst früh dickschalig werden, um dann eben keine hitzigen Noten durch zu starke Sonneneinstrahlung zu entwickeln.“ Die Weinberge sind bestens gepflegt. Das bedeutet mitnichten, dass hier akkurat geschnittene Hecken und kunstrasenartige Böden vorliegen. Nein, wer einmal durch den Kammerberg oder St. Paul gegangen ist, muss sich regelrecht durchschlagen und streift durch begrünte Böden voll Wildsaaten und kann sich an der Biodiversität der Weinberge erfreuen.