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Giulia Negri - La Morra - Piemont

Die neue Stimme von La Morra

DER Geheimtipp des Piemont (und allerbeste Freundin von Chiara Condello!) sorgt für Furore in Italiens Vorzeigeregion!

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Winzer*in
Giulia Negri
Region
Piemont
Rebfläche
6,5 Hektar
Rebsorten
Rot: Nebbiolo, Barbera, Pinot Nero Weiß: Chardonnay
Beste Lagen
Serradenari
Zusammenarbeit
seit 2019
Historie
Das Weingut ist seit 1880 im Besitz der Familie Diatto-Negri. Giulia vinifizierte 2007 ihren ersten Jahrgang

„Giulia ist der rising star der Langhe-Region, der wunderschön eleganten und puren Nebbiolo produziert. Neben den bekannteren Barolo gibt es noch diese feine und seidige Version eines Langhe Nebbiolo, die zum früheren Genuss gemacht ist. Sie macht zudem einen aufregenden vom Burgund beeinflussten Chardonnay.“ – Decanter

„Ich widme mich dem Barolo, denn für mich ist dieser Wein ein Stück Kunst, das der Zukunft angehört – einer Zukunft, die neu geschrieben werden muss.“ – Giulia Negri

Zurück nach Serradenari
Alle Wege standen ihr offen. Sich in jungen Jahren nicht in die weite Welt hinauszubegeben, sondern stattdessen frei nach dem Motto „back to the roots“ auf die Vorzüge und Schätze der Heimat zu konzentrieren, ist ein Zeichen von Charakterstärke und einem klaren Willen. Und Giulia Negri aus dem prestigeträchtigen La Morra im Herzen des Piemont ging genau diesen Weg. Damit zählt die Jungwinzerin zu einer Generation gutausgebildeter, bestens vernetzter Menschen, die eine enge Verbindung zu ihrer Geburtsregion haben, das Potenzial ihrer Heimat sehr gut kennen und eine intrinsische Verpflichtung verspüren, sich genau hier zu engagieren und deren Besonderheiten bestmöglich zum Ausdruck zu bringen. Giulia wuchs in Rom auf und studierte später an der renommierten Bocconi-Universität in Mailand. Der entscheidende Impuls kam allerdings aus dem Burgund. Dort bekam sie nicht nur ein meisterliches Gespür für die untrennbare Verbindung aus Vinifikationshandwerk, Kultur und Terroir, hier erwachte auch ihre Leidenschaft zum Wein und sie sah ihre neue Berufung darin, zurück nach La Morra zu gehen und sich dem Familienbesitz Serradenari zu widmen.
Die Geschichte dieses außergewöhnlichen Ortes reicht weit zurück: Serradenari befindet sich bereits seit 1870 im Besitz der Familie Negri. Giulias Vater begann zu Beginn der 2000er-Jahre damit, die Weinberge neu zu bepflanzen und das heutige Weingut aufzubauen. Giulia selbst bezeichnet sich deshalb augenzwinkernd als „eineinhalbte Generation“ des modernen Weinguts.
„Meine Eltern vertrauten mir Serradenari an, die Weinberge, den Keller, die Weinflaschen und die bestehenden Märkte, alles, welch eine Ehre. Also setzte ich alles, was ich hatte, auf den Nebbiolo, den Pinot Nero und den Chardonnay, und natürlich auf diesen Barolo-Berggipfel, umgeben von einem der letzten noch stehenden Trüffelwälder.“

Bereits in jungen Jahren vinifizierte sie im elterlichen Betrieb ihre eigenen Mikro-Cuvées und wuchs an und mit den täglichen Herausforderungen eines Weinguts auf. Seit 2014 führt sie den Betrieb in eigener Verantwortung. Eine Erfolgsgeschichte, die uns in ihrem Verlauf stark an unsere geliebte Chiara Condello aus der Emilia-Romagna erinnert, denn auch deren Weinbegeisterung wurde im mythischen Burgund entfacht. Dort lernten sich die beiden Jungwinzerinnen auch kennen und schätzen, sie verbindet mittlerweile eine langjährige tiefe Freundschaft. So ist es kein Zufall, dass es genau Chiara war, die uns die eleganten und, wie wir es einschätzen, für die Zukunft richtungsweisenden Weine Giulia Negris empfahl.

Terroir statt Dogma
Auch Giulia zeichnet aus, dass sie aus dem Burgund lediglich die Vision mitnahm, anstatt Kopistin zu sein. Sie verstand schnell, dass für terroirgeprägte Baroli die kleinen Barriques aus dem Keller des Familienbetriebs verschwinden mussten. Sie ersetzte diese durch die großen botti, wie sie auch die Traditionalisten verwenden. Doch in die alte Schublade von Traditionalisten gegen Modernisten möchte Giulia gar nicht passen. Ihre Philosophie ist wesentlich einfacher: Im Mittelpunkt soll nicht eine Methode, sondern der Ort stehen. Serradenari soll sprechen, nicht der Keller. Ihr Qualitätsanspruch ist entsprechend klar definiert. Die Weinberge werden biologisch bewirtschaftet, sämtliche Trauben in kleinen Kisten von Hand gelesen und spontan vergoren. Ihre Baroli baut Giulia klassisch in großen botti aus, Chardonnay und Pinot Noir nach burgundischem Vorbild in kleineren Holzfässern, allerdings mit sehr zurückhaltendem Neuholzanteil.
Wer das Gut im Spätherbst zur Trüffelsaison besucht, blickt von Serradenari in den Morgenstunden wie von einem Balkon über die Wolkenlandschaft, unter der sich die Langhe versteckt. Die Weinberge liegen auf rund 400 bis über 500 Metern Höhe und zählen damit zu den höchsten des gesamten Barolo-Gebiets. Was früher als schwierig und kühl galt, erweist sich heute zunehmend als großer Vorteil: längere Reifeperioden, kühle Nächte und eine natürliche Frische verleihen Giulias Weinen jene Spannung und Eleganz, die inzwischen zu ihrem Markenzeichen geworden sind. Als wir ihren Chardonnay und Pinot Noir zum ersten Mal probierten, wurde uns sofort bewusst, dass Giulia sämtliche ihrer Projekte, nicht nur die Baroli, mit höchstem Qualitätsanspruch angeht. Speziell der Chardonnay zählt bereits zu den allerfeinsten, die wir aus dem Piemont kennen. Die hohe Lage, die kühle Exposition und natürlich das richtige Gespür für den perfekten, sprich rechtzeitigen (!) Lesezeitpunkt bringen einen Chardonnay hervor, der sein burgundisches Vorbild zwar nicht verleugnet, dabei aber längst eine ganz eigene piemontesische Identität besitzt.

Barolo aus der Höhe: Serradenari, Marassio und La Tartufaia
Besonders deutlich zeigt sich Giulias Entwicklung allerdings beim Nebbiolo. Wo man früher schlicht von „ihrem Barolo“ sprach, stehen heute die Unterschiede der einzelnen Herkunftsorte im Mittelpunkt. La Tartufaia, Serradenari und Marassio zeigen höchst unterschiedliche Facetten von La Morra und bilden heute das Herzstück ihres Barolo-Portfolios. Besonders Marassio ist geradezu sinnbildlich für ihre Arbeit. Die hochgelegene Parzelle reicht bis auf rund 536 Meter und zählt damit zu den spektakulärsten Weinbergen der Gegend.
Auch im Keller wurde die Arbeit immer präziser. Lange Maischestandzeiten, spontane Vergärung und der Ausbau in großen Fässern sollen den Wein nicht formen, sondern ihm vor allem die Zeit geben, seine Herkunft zu zeigen. Beim Barolo Serradenari bedeutet dies heute beispielsweise rund 45 Tage Maischestandzeit und anschließend etwa 30 Monate Ausbau in großen botti.
Hier hat alles Hand und Fuß und, vor allem, allergrößtes Potenzial für die Zukunft. Es ist noch nicht lange her, dass Giulia ihre Weine unter beinahe garagenhaften Bedingungen ausbaute. Sie liebte dieses unmittelbare Dasein, ihre Winzerfreunde, die genauso tickten wie sie, und die herrlich „ketzerischen“, ideologiefreien Weine – produziert von echten Wein-Handwerkern. Damals entstand auch der inzwischen viel zitierte Spitzname „Barolo Girl“, eine Anspielung auf die legendären „Barolo Boys“ der 1980er- und 90er-Jahre. Doch längst benötigt Giulia keinen solchen Titel mehr. Ihre Weine sprechen eine vollkommen eigene Sprache.
Ihre Baroli sind eine Mischung aus Tradition und Moderne, Old School und jener Freiheit keine Schule bedienenen zu müssen. Giulia zählt inzwischen zu den spannendsten Stimmen ihrer Generation im Barolo. Und weil die großen Themen Demut, Begeisterung und Anspruch bei ihr an oberster Stelle stehen, sind wir uns sicher, in den nächsten Jahren noch enorm viel von Giulia Negri zu hören!

Weine dieses Winzers

Piemont Chardonnay (100 %) trocken großes Holzfass > 300 l Lieferbar
Piemont Nebbiolo (100 %) trocken großes Holzfass > 300 l Lieferbar
Piemont Pinot Nero (100 %) trocken großes Holzfass > 300 l Lieferbar
Piemont Nebbiolo (100 %) trocken 95/100 – Vinous Lieferbar
Piemont Nebbiolo (100 %) trocken großes Holzfass > 300 l Lieferbar
Coup de Cœur
Piemont Nebbiolo (100 %) trocken Edelstahl Lieferbar
Piemont Nebbiolo (100 %) trocken großes Holzfass > 300 l Lieferbar
Piemont Nebbiolo (100 %) trocken 94/100 – Vinous nur noch 4 Mal verfügbar
Piemont Barbera (100 %) trocken großes Holzfass > 300 l Lieferbar